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  • Book
  • German(Deutsch)

나b책

  • Author
  • Country
    Republic of Korea
  • Publisher
  • Published Year
    2011
  • Genre
    Children and Adolescents - German literature

Title/Author/Genre

  •  

    Title: Ich, B und Buch

    Author: Kim Sagwa

    Genre: Jugendliteratur

     

    LTI Korea staff: Hanmil Cho (hanmil@klti.or.kr / +82-2-6919-7745)

Description

  • About the book

    Über das Buch (eine kurze Zusammenfassung):

    „Ich, B und Buch“ handelt von „Ich“, einer einsamen Schülerin in der Mittelstufe, ihrem einzigen Freund „B“, und dem Fremden „Buch“. In diesem Roman geht es vor allem um Erinnerungen, durch die die qualvolle Geschichte dieser drei wuterfüllten Jugendlichen erzählt wird.

    „Ich“, die in einer kleinen Stadt am Meer lebt, wird ohne von einigen ihrer Mitschüler gemobbt, ohne irgendeinen besonderen Grund. Ihr Freund „B“ ist der einzige Grund, der ihr Leben erträglich macht. Als sie sich jedoch wegen einer Kleinigkeit zerstreiten, werden ihre Qualen umso größer. „Ich“ kann es nicht länger ertragen und rennt von der Schule weg. Sie verirrt sich jedoch auf einem Hügel in der Nähe des Meers und trifft dort auf den Fremden „Buch“.

    Parallel dazu spitzt sich die finanzielle Situation von „B“s Familie immer mehr zu. Sein kleiner Bruder hat eine unheilbare Krankheit und die Arztkosten belasten die Familie extrem. „B“ fängt an, seinen kleinen Bruder zu quälen, da er ihn für die schlechten Umstände verantwortlich macht und er entwickelt außerdem eine gewaltige Wut auf die Welt an sich. Nachdem er mit „Ich“ in Streit gerät, fängt er an sich mit einem der Mobber namens „Washington Mütze“ abzugeben, jedoch ändert sich dadurch nichts. Er bricht daraufhin seinen Kontakt mit „Washington Mütze“ ab, der nun anfängt ihn zu mobben, da „Ich“ nicht mehr zur Schule kommt. Das Mobbing wird immer schlimmer und eines Tages, als er nach Hause kommt, findet er außerdem seinen kleinen Bruder tot auf. Er rennt aus dem Haus und durch eine Fügung des Schicksals trifft er am Strand auf „Ich“ und „Buch“. Daraufhin leben sie gemeinsam in „Buch“s Haus, essen Fertig-Nudelsuppen, lesen Bücher und sind für eine kurze Zeit einfach nur glücklich.

    Eines Tages kommt es jedoch, dass sie alle drei ins „Krankenhaus“ gehen. Das „Krankenhaus“ ist ein Zufluchtsort, an dem sich die Armen und Verbrecher sammeln, die in der Stadt in Vergessenheit geraten sind. „Ich“ und „B“ vergnügen sich tanzend mit den Bewohnern. Als „Ich“ auf „Washington Mütze“ trifft, verliert sie das Bewusstsein und bekommt dadurch nicht sofort mit, dass „Buch“ von einer Menschentraube verprügelt wird. Als sie die Szene sieht, nimmt sie einen großen Stein in die Hand…

    Nach diesem Vorfall vergeht einige Zeit und „Washington Mütze“, „Ich“ und „B“ werden nach einer Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen. „B“ zieht aus der Stadt weg und „Washington Mütze“ wechselt die Schule. Und auch „Buch“ verlässt die kleine Stadt. „Ich“ geht wieder zur Schule und beginnt Stück für Stück die Ereignisse zu vergessen. Schlussendlich kommt „Ich“ in die Oberstufe.

    Die Themen, die in „Ich, B und Buch“ auftauchen, wie Gruppenmobbing, Armut und Entfremdung und die düstere und unklare Zukunft von Jugendlichen, sind zwischenzeitlich in der Jugendliteratur keine Seltenheit mehr. Jedoch treten sie in diesem Roman, aufgrund der explosiven Energie und des einzigartigen Schreibstils der Autorin, besonders ins Scheinwerferlicht. Die Autorin beschränkt sich nicht darauf, die seltsamen und befremdlichen Hauptcharaktere „Ich“, „B“ und auch „Buch“ lediglich zu bemitleiden und sie beschuldigt auch nicht die Welt an sich für deren Situation. Stattdessen lässt sie ihre jungen wuterfüllten Stimmen nach außen dringen und lässt den Leser tiefgründig mit deren Leben sympathisieren.

    „Ich“, die in einer kleinen Stadt am Meer lebt, keine Zukunft vor sich sieht und tagein tagaus in der Schule gemobbt wird, hat eine gewisse Dringlichkeit in ihrer Stimme.

    „Ich habe Angst. Viel Angst, um ehrlich zu sein. Sehr viel. Auch das war genauso wie gestern. Dass ich Angst bekam. Dass meine Haare nach meinem Mittagessen rochen. Wie lange geht das noch so weiter? Wie lange noch, muss ich immer wieder den gleichen Tag über mich ergehen lassen?

    Wer weiß, vielleicht ja sogar für immer.“ (Seite 43)

    Auch „B“s Leben ist genauso. „B“ muss auf seinen kranken kleinen Bruder aufpassen, aber er hasst die Tatsache, dass seine Familie wegen ihm arm ist und er hasst die Tatsache, dass er keine Möglichkeit sieht, diese Armut zu überwinden. Die Armut wird so groß, dass er sogar seine Liebe für seinen Bruder verliert. „Es ist alles seine Schuld. Früher war es nicht so. […] Aber wann war er eigentlich nicht krank? Es ist fast so, als wäre er schon krank gewesen bevor ich auch nur zur Welt gekommen bin. Also so, als hätte ich schon vor meiner Geburt einen kranken kleinen Bruder gehabt. Danke. Wegen dir werde ich wohl immer das Leben eines Bettlers leben. (Seite 79)

    Diese perspektivlosen Hauptcharaktere werden wundersamer Weiße ein einzigartiger Trost füreinander. „Ich“ wird ohne einen Grund gemobbt, aber mit „B“ an ihrer Seite kann sie es ertragen. „B“, der unweigerlich ein Leben in Armut verbringt, ist wütend auf die Welt, aber er findet wenigstens ein wenig Frieden in den Momenten, die er mit „Ich“ verbringt. „Buch“, der alleine am Ende der Stadt wohnt und den ganzen Tag nur Bücher liest, lebt für kurze Zeit mit „Ich“ und „B“, die beide von Zuhause weggelaufen sind, in einer alternativen Gesellschaft.

    Der Schauplatz dieses Romans ist bedeutender Weise eine kleine Stadt am Meer, die weit weg von „Seoul“ liegt, das in diesem Buch als Sinnbild für den Kapitalismus verwendet wird. „Ich“, „B“ und „Buch“ sind zwar keine Familie, die durch Blut miteinander verbunden sind, aber sie verbringen ihren unbedeutenden Alltag zusammen und werden gegenseitig zu einer Stütze für die anderen. Der Anblick dieser Hauptcharaktere, die sich derartig in ihrem jeweiligen Leben bemühen, ist tief anarchistisch gefärbt, was die Besonderheit an Kim Sagwas Romanen ist. Schlussendlich wird die Lebensgemeinschaft dieser drei aufgrund der folgenden Katastrophe und Gewalt zerstört. „B“ zieht in eine andere Stadt und „Ich“ bleibt alleine zurück. Im Rückblick darauf, bleibt die Zeit, in der sie zusammen in „Buch“s Haus wohnen und glücklich sind, umso mehr in unserem Gedächtnis verankert, als ein wertvoller und wunderschöner Moment. „Ich, B und Buch“ bietet keine Lösung für ein Problem und es schlägt auch nicht einfach eine Alternative vor. Es scheint stattdessen zu sagen, dass es vollkommen ausreichend ist, wenn man sich während seinem langweiligen Leben an solche wunderschönen Momente erinnert.

    About the author

    Über die Autorin:

    Kim Sagwa, eine Autorin, die die Verzweiflung und die Wut von Teenagern ans Licht bringt.

    Kim Sagwa wurde 1984 in Seoul geboren und hat 2005 mit dem Schreiben angefangen. „Ich, B und Buch“ ist ihr erstes Buch für Jugendliche. In ihrem Werk „Yong’i“ geht es um den Aufschrei eines Kindes, das innerhalb von Gewalt und dem Streit der Eltern immer weiter isoliert wird. In „Mina“ geht es um die Selbstmord und Mord genannten zerstörerischen Emotionen von Teenagern, durch die das Übel und die Absurdität der kapitalistischen Gesellschaft erbarmungslos kritisiert wird. „P’ul legt sich hin“ zeigt das Leben zweier Junger Menschen, die von reiner Liebe und Kunst träumen, jedoch hilflos daran scheitern. In diesen und anderen Werken hat Kim immer wieder das gespaltene Leben und die Qualen von entfremdeten Teenagern zu Tage gebracht. Von ihrer Literatur wird häufig gesagt, dass sie aus dem existierenden System der vor Spießbürgertum überfließenden Realität ausbricht und ihren kompromisslosen Standpunkt bis zu Ende durchsetzt.

    „Ich, B und Buch“ ist besonders bedeutend, da es das erste Werk ist, in dem die Autorin ihre Hand in Richtung der jüngeren Leserschaft ausstreckt. Im Gegensatz zu ihren vorherigen Werken, hat sie diesen Roman mit Verzweiflung und Wut gezeichnet. Gemeinsam mit ihrer Zerstörerischen Energie ergibt sich so eine traurige und unklare Atmosphäre die diesem Roman einen noch größeren Reiz gibt. („Changjak gwa Bipyeong“ Herbstausgabe 2010, Rezension von Han Kiwook)

    About the translators

    Über die Übersetzerin:

    Ida Marie Weber wurde 1988 in Darmstadt geboren. Sie hat Koreanistik und Japanologie an der Ruhr Universität Bochum studiert. 2013 hat sie die einjährige Übersetzer-Akademie am Literatur Translation Institute of Korea (KLTI) mit Auszeichnung abgeschlossen und ist seitdem nebenberuflich als selbstständige Übersetzerin tätig.

    Sie hat insgesamt fünf Jahre in Korea gelebt und während dieser Zeit viel Erfahrung als Übersetzer für Firmen und auch als Dolmetscher gesammelt. Zurzeit arbeitet sie in Deutschland als Marketing Assistent bei der Samsung Electronics GmbH. 2014 erhielt sie den 13. Jung-Übersetzerpreis des KLTI für ihre Übersetzung der Kurzgeschichte „Krabi“ und 2015 erhielt sie ihr erstes Übersetzerstipendium des KLTI für den Roman „Wizard Bakery“.

     

    Kontaktperson bezüglich Copyrights:

    Sarah Lee/ copyright@changbi.com/ +82-31-955-3369/ www.changbi.com

    Kontaktperson des KLTI: Hanmil Cho / hanmil@klti.or.kr

     

     

    Media Response/Awards Received

    Rezensionen:

    Zwar wurde dieser Roman mit der Bezeichnung „Jugendroman“ veröffentlicht, jedoch sollte man hier seine Stereotypen über Bord werfen. Man kann diesen Roman auch als kritisierendes Lebenstagebuch beschreiben, dass lediglich aus der Sicht von Jugendlichen geschrieben ist. Er ist außerdem extrem allegorisch und metaphorisch. Gewaltsame Szenen, die wie ein Staccato aus kurzen, hart endenden Sätzen bestehen, erscheinen durch diesen trockenen Schreibstil noch grauenvoller.

    <Donga Ilbo>

    Kim Sagwas vorherige Werke hatten immer die Eigenschaft das Übel und die Absurdität der kapitalistischen Gesellschaft bis ins Extreme zu treiben und keinerlei Kompromisse zuzulassen. Jedoch sticht die eingeschränkte und ungewisse Atmosphäre von „Ich, B und Buch“ selbst innerhalb dieser Absurden Situationen hervor. Die Fantasie, die sie diesem Roman als Element hinzugefügt hat, zeichnet diesen Roman als besonders unklar und ungewiss aus.

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